Pater Robert Mäder (* 7. Dezember 1875 in Wolfwil, Kanton Solothurn; † 26. Juni 1945 in Basel) war ein schweizerischer römisch-katholischer Theologe, Pfarrer, Kanzelredner und konservativer Publizist.
Der Sohn eines Gastwirts und späteren Kutschers besuchte das Gymnasium in Engelberg, Luzern und Schwyz. Er studierte von 1894 bis 1899 Theologie in Innsbruck, Freiburg, Tübingen und Luzern. 1899 zum Priester geweiht, wirkte er zuerst als Vikar in Biberist. Von 1901 bis 1912 war er Pfarrer in Mümliswil, wo er auch eine Darlehenskasse gründete. 1912 erfolgte seine Wahl zum ersten Pfarrer der neu gegründeten Heiliggeist-Pfarrei in Basel. Er initiierte den Bau eines Pfarreiheims und gründete eine katholische Primarschule und die Theresien-Mittelschule in Basel. Auch der Nazareth-Verlag in Basel ging auf ihn zurück.
Mäder war als Kanzelredner weit bekannt und vertrat prononciert konservative Postulate. So wetterte er gegen Mischehen (mit Protestanten), das Frauenstimmrecht, die Fasnacht und rief gar aus: «Der Rosenkranz ist unser Maschinengewehr». Mäder verurteilte sowohl Kommunismus und Sozialismus als auch den «heidnischen Nationalismus der völkischen Art» der Nationalsozialisten. Mäder war auch ein bekannter religiöser Schriftsteller.
Die Universität Freiburg im Üechtland verlieh ihm ein Ehrendoktorat.








